Caravaning

Mit dem Reisemobil durch das Land ziehen ist ein Wunsch den viele Menschen haben. Vor allem Paare und Familien erfüllen sich auf diese Weise den Traum vom ungebundenen Urlaub. Entdecke auch Du das Wohlbefinden ungeahnter Möglichkeiten.

Unterwegs mit dem Wohnmobil

Unterwegs mit dem Wohnmobil

Inhalt:

1. Den Traum erfüllen…

2. Das Ding mit der GO-BOX (CZE, AUT+ PL)

3. Einbruch und Trickbetrug zum Nachteil von Wohnmobilisten

1.

Den Traum erfüllen, endlich mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen losfahren und den Urlaub verbringen. Aber, wie geht´s los,  was sollte ich beachten?

Tja, ich kann hier nur aus meinen Erfahrungen berichten. Vor über 25 Jahren haben meine Frau und ich den Entschluss gefasst in das Campingleben einzusteigen. Damals waren unsere Kinder 3 und 6 Jahre alt.

Weil das Geld nicht so locker saß, haben wir uns einen LMC-Wohnanhänger mit ca. 8m länge und einer Breite von 2,50 m gekauft. Der hat damals um die 24 Tsd DM gekostet und war nagelneu. Eine Finanzierung machten wir bei dem Händler. Als Zugfahrzeug nutzen wir einen Nissan Terano 2,4 mit Benzinmotor.

Unsere erste Fahrt ging nach Kroatien. Vorab haben wir den Wohnanhänger einmal zu meinen Eltern gefahren um dort das Vorzelt aufzubauen, man will sich ja nicht blamieren.

Unsere Strecke ging über Österreich, Slowenien nach Kroatien. Zufällig machten wir auf einem Parkplatz in Slowenien die Bekanntschaft mit einem älteren Ehepaar und kamen ins Gespräch. Sie fragten nach unserem Reiseziel und wir sagten Istrien. Da wir zum ersten mal unterwegs waren und auch von Kroatien keine Ahnung hatten, gaben sie uns den Tipp, auf die Insel Krk zu fahren. Dort gibt es einen Ort mit Namen “Baska” und der hätte einen Sandstrand. Nun ja, da eine Empfehlung Goldwert sein kann, machten wir uns auf den Weg in Richtung Krk.

Was folgte war eine Fahrt die wir bis heute nicht vergessen haben. Ich hatte keine Klimaanlage im Auto und die Kinder konnte man über Stunden auch nicht nur ruhig halten. Ab und zu gab es einen Streit oder einer von beiden heulte und wenn es warm ist und man angespannt fährt, dann ist das heulen der Kinder doppelt so laut. Hätte nur noch ein “blöder” Satz von der Seite kommen müssen und die Fahrt wäre perfekt gewesen.

Wir sind im dunkeln auf die Insel gefahren und ich dachte meine Heizung ist volle Pulle aufgedreht. Ich hatte einfach das Gefühl, als würde es sich nicht abkühlen. Meine Frau ist glücklicherweise in der Lage, die Straßenkarten zu lesen und wir waren somit bezüglich unserem Standort immer auf dem Laufenden.

Als wir alle genug genervt waren, haben wir gesagt, bei der nächsten Möglichkeit geht’s auf den erstbesten Campingplatz. Dieser Platz war in Silo.

Nach dem Ckeck-Inn befuhren wir den Platz und stellten uns einfach an eine Seite mit Blick auf das Meer. Vor uns waren zig Wohnwagen und Mobile an einer Kette aufgereiht. Sie standen sozusagen in erster Reihe. Da wir uns auf Grund der Dunkelheit keinen Platz suchen konnten, nahmen wir Kontakt mit den Campern vor Ort auf. Wir wollten ja wissen, welche Besonderheiten der Campingplatz hat und wo man besonders gut stehen kann etc.

Wir wurden von anderen Deutschen Campern sofort nett aufgenommen, uns wurden Sitzplätze angeboten und man kam sofort ins Gespräch. Nach ca. 10 min fragte mich einer, ob wir denn auch deutsches Bier mit hätten. Natürlich, erwiderte ich und brachte meinen einzigen Kasten in die Runde. Der hat natürlich kein Morgengrauen erlebt. Ich musste für den Rest des Urlaubes kroatisches Bier trinken. Na Prost!

Am nächsten Morgen haben wir dann einen schönen Platz, auf einer Freifläche ca. 200m von den anderen Campern entfernt eingenommen. Hier stand dann später noch ein Wohnmobil. Es war eine Familie aus Bayern.

Wir begannen unser Vorzelt aufzubauen und es dauerte auch zugegeben ziemlich lange. Natürlich war gaffen vorprogrammiert und wenn man ehrlich ist, macht man heute genau dasselbe. Kommt jemand auf den Platz gefahren, wird alles abgenommen. Die Wohnmobilmarke, das Kennzeichen, die Leute, wo und wie sie sich hinstellen usw.,usw.

Zurück zu unseren ersten Campingurlaub. Wir haben mit einigen Mühen das riesige Vorzelt aufgebaut. Nun wollte ich Strom legen und musste feststellen, dass die Stromkästen ca. 100m von uns weg standen. Ich hatte ein Fragezeichen im Gesicht. Wie sollte ich mit meiner Kabeltrommel an Strom kommen. Es gab also nur die Möglichkeit ein weiteres Kabel zu kaufen, oder das Vorzelt wieder abzubauen und den Wohnwagen umsetzen. Wir entschieden uns für ein neues Kabel, übrigens kein Schnäppchen in der Urlaubszeit in Kroatien.

Endlich alles geschafft und wir saßen nach einem Badetag abends in unserem Vorzelt und waren glücklich. Langsam gewöhnten wir uns an die Wärme und auch nachts wurde es erträglich zum schlafen. Tja, wenn da nicht diese Geräusche wären, das knacken der Gestänge vom Vorzelt und das schlagen der Zeltwände. Es wurde immer lauter und immer heftiger und als wir Angst bekamen und den Wohnwagen verließen, hing meine Frau bereits an der mittelsten Vorzeltstange und hob mit dieser einige Zentimeter ab. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Zum Glück siegte die Schwerkraft. Wir haben Bekanntschaft mit den Winden in Kroatien gemacht. Der schlimmste Sturm ist die Bora. Wir hatten zum Glück keine Bora aber es hat ausgereicht, dass wir in diesem Urlaub unser Vorzelt 7 mal auf- und abgebaut haben. Der einzige Vorteil dieser Aktionen ist gewesen, dass wir mittlerweile im Vorzeltaufbau perfekt waren. Zum Glück war da noch die Familie aus Bayern. Das Ehepaar hat uns mehr als nur einmal geholfen und es entstand die erste Campingfreundschaft. Solltet Ihr noch in Vorbereitung für den Urlaub Campingausrüstung benötigen, klickt auf Fritz-Berger.de

So viel zu unserer ersten Fahrt.

Ihr habt bestimmt schon bemerkt welche Fehler wir gemacht haben.

1. Wir kauften einen großen Wohnanhänger ohne ein perfektes Zugfahrzeug zu besitzen. Günstig wäre ein Diesel mit hohem Drehmoment gewesen.

2. Wir fuhren einfach los, Ziel war Kroatien. Wir machten keine Reiseplanung und hatten nicht mal ein ungefähres Ziel bei Antritt der Fahrt. Mit einem Wohnanhänger keine optimale Lösung.

3. Egal ob zu wenig Stromkabel oder andere Gegenstände. Man sollte seinen Urlaub entsprechend der Bedürfnisse anpassen. Das kann das Stromkabel oder die Anzahl der Gasflaschen betreffen.

4. Nicht der schönste Platz ist auch der beste Platz. Hätten wir uns damals etwas unterhalb des Platzes gestellt, hätten wir zwar nicht so einen tollen Blick gehabt, dafür aber auch nicht ständig unser Vorzelt auf- und abgebaut.

5. Gebt Acht auf euer Bier!

Nach einem Jahr wechselten wir vom Wohnwagen zum Reisemobil.

Mittlerweile fahren wir das fünfte Wohnmobil. Egal ob Wohnwagen oder Mobil, beide Reiseformen haben ihre Reize und man muss für sich selbst die optimale Lösung finden.

Wenn wir uns heute neu entscheiden möchten, fahren wir zu Caravaning-Messen. Die größte ist in Düsseldorf.

Auf Messen hat man die Gelegenheit, sich verschiedene Modelle direkt anzusehen, zu fühlen und zu hinterfragen. Kaufen werden wir prinzipiell nicht auf der Messe, diese Abwicklung erfolgt immer über unseren Händler. Hier besteht ein gegenseitiges Vertrauen und man kann schnell mal mit einem Problem vorfahren ohne erst einen Termin klar zu machen. Aber um sich zu Informieren ist eine Messe immer gut.

Es gibt auch die Möglichkeit, sich anhand von Zeitschriften zu informieren. Hier ist darüber hinaus noch einiges mehr über sonstige Campingthemen zu erfahren. Besonders empfehlen kann ich die “Auto Bild reisemobil”. In dieser Zeitschrift sind allumfassend Themen zum Camping. Mehr zu Reisemobilen findet man in der “Promobil”. Dort werden auch Campingplätze und Stellplätze vorgestellt.

Im Internet gibt es natürlich viele Seiten zum Thema Camping. Für das Handy ist die Promobil-Stellplatz-App sehr gut und übersichtlich. Leicht zu bedienen findet man Stellplätze mit Hintergrundinformationen und Bewertungen anderer App-Nutzer.

2.

Die Sache mit der GO- Box!

Bei der GO-Box handelt es sich grundsätzlich um eine elektronische Mauterfassung. Diese Box benötigt Ihr bei Überschreitung einer Kfz-Gesamtmasse von 3,5 Tonnen.

Hinzu kommen unterschiedliche Verfahrensweisen in den EU-Ländern.

Tschechien: Internet http://www.autobahn.cz/maut

Auf dieser Seite findet Ihr eine aktuelle Straßenkarte Tschechiens. Dort sind die mautpflichtigen Straßen eingetragen.

Über die Seite http://www.mytocz.eu/de/ findet Ihr alle Modalitäten zur GO-Box. Vor Auffahrt auf mautpflichtige Straßen ist die Anmeldung und ggf. Zahlung vorzunehmen.

Es gibt  das pre-pay – Verfahren, eine Vorauszahlung mit Guthaben auf der Mautbox. Die Bezahlung erfolgt in Bar, Bankkarte oder Tankkarte. Wenn das Guthaben unter den Betrag von 600 CZK (rund 21,-€) fällt, erhält man ein akustisches Signal bei Durchfahrt eines Mautportals. In diesem Fall weiß man, dass die Box neu aufgeladen werden muss. Bei Abgabe der Box wird das Guthaben auf eure Karte zurück überwiesen.

Das andere Verfahren nennt sich post-pay. Hierbei erfolgt die Bezahlung im Nachhinein. In diesem Verfahren muss das Mautguthaben nicht ständig kontrolliert werden. Über einen Nachverrechnungsvertrag erfolgt die Abrechnung. Die Kautionskosten für die Box in höhe von 1550,- CZK (rund 56,-€) sind in beiden Verfahren fällig. bei post-pay wird die Kaution  bereits mit verrechnet.

Die GO-Box ist an größeren Tankstellen in Tschechien erhältlich.

Die Rückgabe der Maut-Box sollte an der Kontaktsstelle (Verkaufsstelle) erfolgen. Bitte beachtet, dass Ihr neben Fahrzeugschein auch den Personalausweis vorlegt. Wenn die Box länger als 1 Jahr nicht benutzt wurde, verfällt die Kaution. Ebenfalls verfällt die Kaution bei Beschädigung der Box.

In schwierigen Fällen bzw. Verständigungsproblemen gibt es eine kostenlose Hotline Lokal unter: 800 698629. Darüber hinaus gibt es die gebührenpflichtige Telefonnummer: +420 272 6986 29. Die Nummer ist von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr täglich nutzbar.

Bitte unbedingt auf der Internetseite des Link: 1-2-3 ->premid, durchlesen. Hier sind nochmals wichtige Informationen.

Verfahren mit der GO-Box in Österreich

In Österreich ist die ASFINAG Maut Service GmbH für die Abwicklung der elektronischen Maut zuständig.

Die optimalste Lösung einer Mautabrechnung ist per Kontoeinzug mittels SEPA-Verfahren.

Über die Internetseite www.asfinag.at kann man sich zur Vorgehensweise informieren. Ihr geht auf den Link Maut und dann auf Maut für LKW und Bus. Dort findet man fast ganz unten auf der Seite, einen Antrag “GO Direkt für Wohnmobile”. Das ausfüllen ist unproblematisch. Neben den persönlichen Daten, müssen Daten zum Kfz-Kennzeichen, Anzahl der Achsen und Euro Emissionsklasse eingetragen werden. Die Eintragung zur Emissionsklasse findet Ihr unter Pkt. 14 im Fahrzeugschein (z.B. Euro 05).

Als Zahlungsmodalität wird Lastschrifteinzug gewählt und die Kontodaten angegeben.

Wann die Abrechnung erfolgen soll, könnt Ihr selbst bestimmen. Entweder monatlich zum Monatsende oder zweimal monatlich zum 15. und zum Monatsende. Ihr werdet auch zum geschätzten jährlichen Mautumsatz befragt. Das hängt auch wieder von euren Fahrverhalten ab. Ich war 2016 in Österreich im Urlaub und gab 250,-€ an. Die Asfinag schrieb mir dann später, dass für mich ein Limit von 500,-€ hinterlegt wurde.

Im Schreiben ist auch eine Frage nach dem ABO eines Newsletters. Meine Meinung ist, diesen Newsletter anzunehmen. In Österreich ist es schnell mal möglich, dass nationale Änderungen zur Maut in Kraft gesetzt werden. So war es ja mit der Einführung der GO-Box. Darüber wussten viele Wohnmobilfahrer nicht bescheid und bekamen oft eine böse Quittung. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht und musste mich darüber hinaus mit sehr unangenehmen Herren an der Brenner-Mautstelle auseinandersetzen.

Jedenfalls müsst Ihr dann den Antrag mit einer Kopie des Fahrzeugscheines an die Asfinag schicken. Dies könnt Ihr per Post, per Fax oder wie ich per Mail machen. Die Kontaktdaten findet Ihr am ende des Antrages.

Nach einiger Zeit erhaltet Ihr ein Willkommensschreiben und ein SEPA-Basislastschrift-Mandat. Auf diesem Schreiben müsst Ihr die persönlichen Daten und die Angaben zur Kontoverbindung prüfen. Ist alles in Ordnung, unterschreiben und zurücksenden. Eine Bankbestätigung benötigt Ihr für die einfache Urlaubsreise nicht.

Durch die Asfinag wird ein Schreiben zum GO-Box Abholcode zu euch geschickt. Hier ist dann die Bezeichnung des Kfz-Kennzeichens und ein Abholcode (Strichcode) vermerkt.

Mit diesem Schreiben erhaltet Ihr an den zugewiesenen GO-Maut-Vertriebsstellen die für Euch hinterlegte GO-Box. WICHTIG: Die GO-Box muss innerhalb von 3 Monaten abgeholt werden. Per Internet habt Ihr die Möglichkeit, Euch auf der Seite der Asfinag die entsprechenden Vertriebstellen anzusehen.

Bei Eintreffen gebt Ihr das Schreiben mit dem Strichcode dem Tankstellen-Mitarbeiter und der erledigt alles. Ihr erhaltet vor Ort eine GO-Box. Für diese Box werden 5,-€ erhoben. Ein Limit und eure Daten sind bereits hinterlegt. Jetzt ist nur noch zu beachten, dass Ihr die Box entsprechend der Beschreibung an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigt. Viel Erfolg und gute Fahrt.

Übrigens: Die GO-Box International, ehemals für Mautstellen in Österreich, Dänemark, Schweden und Norwegen wurde 2017 aus dem Verkehr genommen..

Die Maut-Erfassung in Polen

In Polen gibt es die ViaBOX. Internet: http://www.viatoll.pl/de/

Die Box gilt für Wohnmobile mit mehr als 3,5 t zGG und Pkw-Gespanne, deren zulässiges Gesamtgewicht insgesamt, also Pkw plus Anhänger, 3,5 t übersteigt. Fahrer von Fahrzeugen und Fahrzeuggespannen bis 3,5 t zGG können zwischen der elektronischen Mautzahlung mittels viaBOX und der manuellen Mautentrichtung an den Mautstellen wählen.

Die viaBOX könnt Ihr von den viaTOLL Kontakt- oder Distributionsstellen erhalten. Diese Kontaktstellen befinden sich in Grenznähe und an Tankstellen. Eine Übersicht über die einzelnen Vertriebsstellen findet Ihr auf der Internetseite. Es gibt auch eine Online-Suchfunktion unter Link: http://213.25.68.37/dp/Default.aspx?

Vor Erhalt der viaBOX ist es erforderlich, sich im viaTOLL-System anzumelden und zu registrieren. Dies ist vor Ort bei den jeweiligen Vertriebsstellen oder unter https://reg.viatoll.pl/step1.aspx?language=ger im Internet möglich. Die viaBOX wird nach der Registrierung, der Unterzeichnung des Vertrages und Zahlung einer Kaution in Höhe von derzeit 120 PLN (rund 30 Euro) ausgehändigt.

Im viaTOLL-System gibt es zwei Zahlungsmöglichkeiten. Die Mautentrichtung kann entweder im Prepaid- oder im Postpaid-Verfahren erfolgen. Für Urlaubsreisen oder gelegentliche Fahrten nach Polen solltet Ihr nur eine Mautentrichtung im Prepaid-Verfahren nutzen. Es wird ein Guthabenbetrag aufgeladen, der auf elektronischem Wege beim Passieren von Kontrollstellen in Höhe der jeweils anfallenden Mautgebühren abgebucht wird.

Wichtig: Ist das aufgebuchte Guthaben verbraucht, besteht keine Möglichkeit, die Fahrt zunächst fortzusetzen und Mautgebühren nachzuentrichten. Es ist dann die mautpflichtige Straße sofort zu verlassen. Die Fahrt kann erst nach erneuter Aufbuchung eines Guthabens fortgesetzt werden. Andernfalls läge ein Mautverstoß vor, für den ein Bußgeld verhängt wird. Achtet also immer darauf, genügend Guthaben auf der Box zu haben.

Bei 4 Signaltönen ist entweder die Box defekt bzw. das Guthaben erschöpft.

Die viaBOX kann vor Ausreise bei den Vertriebsstellen von viaTOLL zurückgegeben werden. Besteht keine Nachforderung von viaTOLL wird auch die Kaution zurückerstattet. Auf Antrag werden mit Beendigung des Vertrages auch auf der viaBOX verbleibende Guthaben zurückgezahlt. Soll die Rückerstattung des Guthabens in Bar erfolgen, ist diese begrenzt bis auf einen Wert von umgerechnet ca. 250,-€.

Informationen und Kundendienst in deutscher Sprache ist erreichbar unter Tel. 800 101 101 (kostenlos in Polen ) oder unter +48 22 521 10 10 (von Deutschland aus).

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3.

Raub und Betrug auf Autobahnen in Österreich und Deutschland

Seit Mai 2016 gibt es eine Anzahl von Einbrüchen und Raubhandlungen zum Nachteil von Campern die mit ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sind. Hauptsächlich werden diese Straftaten in Österreich, auf der Tauernautobahn begangen. In den Fällen werden überwiegend Modelle der Marken Fiat Ducato angegriffen. Als Tatzeiten kann man überwiegend zwischen 00:00 Uhr bis 08:00 Uhr feststellen.

Des weiteren sind Vorfällen auf der BAB 8 München – Salzburg bekannt geworden. Straftaten werden meistens an Tank- und Raststätten begangen. Hier stellten sich die Bereiche Irschenberg, Holzkirchen und Hofolding als Schwerpunkt heraus.

Vorgehen der Täter

Die Vorgehensweisen der Täter lassen darauf schließen, dass es sich nicht um Einzeltäter sondern um Gruppen handelt. Da die Raubzüge in den Fällen eintreten, in denen die Camper schlafen, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass betäubende Stoffen in die Mobile eingebracht werden. Außerdem werden die Türen durch Schlossstechen geöffnet. Anschließend erfolgt dann die zügige Entwendung von Handay, Geld, Laptop, Fotoapparate etc.

Da die Täter zielgenau vorgehen, kann man von einer vorhergehenden Aufklärung ausgehen.

Achten Sie auf die Begleitumstände

Überlegen Sie, ob ein Übernachten an Raststätten sinnvoll ist. Nutzen Sie besser Stell- oder Campingplätze. Sollten Sie diese Optionen nicht haben, stellen Sie sich auf Parkplätzen nicht abseits und nicht Allein. Lassen Sie keine Wertgegenstände augenscheinlich im Mobil oder Wohnwagen liegen. Bei Ankunft beobachten Sie ihr Umfeld. Sehen Sie auffällige Personen oder Kfz und fühlen sich beobachtet, fahren Sie weiter. Sprechen Sie mit ihrem Händler, welche Sicherungsmaßnahmen optimal verbaut werden können. In den Landeskriminalämtern gibt es speziell Sachgebiete für Präventionsmaßnahmen zum Einbruchschutz. Auch dort werden Sie beraten. Übrigens: Hunde schützen bei betäubenden Stoffen nicht!
Bevor Sie ins Ausland fahren, sollten Sie sich die Telefon- Notrufnummern bereitlegen. Meistens stehen diese in Länderbezeichnungen auf Karten oder App´s der Automobilclubs zur Verfügung.

Trickbetrug

Hier lassen sich die Täter immer etwas Neues einfallen. Ich schreibe bewußt Täter, da man in den meisten Fällen von mehreren Personen ausgehen kann. Stellen Sie sich vor, dass Sie morgens die Womotür öffnen, aussteigen und schon werden Sie durch jemanden angesprochen (meistens im Dialekt). Ihnen wird mitgeteilt, dass bei ihrem Nachbarn über Nacht eingebrochen und alles gestohlen wurde. Hierbei treten die Täter hektisch auf und gestikulieren Ihnen mitzukommen. Unbedingt will man Ihnen den Tatort zeigen. Sie und Ihr Partner sind geschockt und wenn Sie jetzt auf den Täter hören, haben Sie verloren. Die kurze Zeit reicht einem weiteren Täter um einen Raubzug zu begehen. Gehen Sie nicht davon aus, dass es Ihnen nicht passiert! In den Fällen des Betruges und des Raubes habe ich persönlich andere Camper kennengelernt, welche mir ihre Geschichten mitteilten. Es ist mir ein Bedürfnis, Euch diesbezüglich zu informieren. Seit wachsam für Euch und für Andere!!!

Habt Ihr selbst Erfahrungen gemacht? Schreibt einen Kommentar.


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